MLP Academics zu Gast am KFG

Basketball, Begegnung und Gespräche über Alltag, Ziele und Erfahrungen
Am Donnerstag, den 19. März 2026, besuchte das komplette Team der MLP Academics Heidelberg gemeinsam mit dem Trainerstab das Kurfürst-Friedrich-Gymnasium. Der Besuch war Teil des Projekts „Make a Play against Racism“ und verband sportliche Praxis mit persönlichen Begegnungen und Gesprächen über Erfahrungen im Alltag – auch über das Thema Rassismus.
Nach der gemeinsamen Begrüßung im Musiksaal teilte sich das Team auf: In der Sporthalle gestalteten mehrere Spieler, darunter der Heidelberger Niklas Würzner, Trainingseinheiten für die siebten und achten Klassen: Auf dem Programm standen Aufwärmübungen, Dribbel- und Wurftraining sowie kleine Spielformen. Dabei ging es nicht nur um Technik, sondern auch um Teamarbeit und Freude am Spiel. Die Schülerinnen und Schüler erlebten die Profis dabei aus nächster Nähe und konnten unmittelbar mit ihnen trainieren.
Parallel dazu fanden für die neunten und zehnten Klassen Gesprächsrunden in kleineren Gruppen statt – teilweise auf Deutsch, größtenteils aber auf Englisch. Im Mittelpunkt standen Einblicke in das Leben als Profisportler: Trainingsalltag, Reisen, körperliche und mentale Belastungen, aber auch besondere Begegnungen mit bekannten Spielern wie Michael Jordan oder LeBron James. Ein weiterer wichtiger Aspekt war der Austausch über Alltagsrassismus – sowohl in Deutschland als auch in den Vereinigten Staaten. Die Spieler berichteten von eigenen Erfahrungen, von offenem und verstecktem Rassismus, und beantworteten die Fragen der Schülerinnen und Schüler ausführlich.
Besondere Resonanz fanden die Schilderungen von Paul Zipser. Der gebürtige Heidelberger, der sein Abitur am Heidelberger Bunsen-Gymnasium ablegte, skizzierte seinen persönlichen Weg in den und das Leben im Profisport. Seine Biografie bot den Jugendlichen eine greifbare Identifikationsfigur. Michael Weathers wiederum war interessiert an den Zukunftsperspektiven der Schülerinnen und Schüler und fragte sie nach ihren Lebensträumen und beruflichen Zielen. Mit feinen Humor und stets einem augenzwinkernden Spruch auf den Lippen lockerte er die Atmosphäre auf und schuf eine von Vertrauen geprägte Nähe.
Der Vormittag war für viele Schülerinnen und Schüler eine besondere und wertvolle Erfahrung: Sie konnten die Profis als Sportler erleben, aber auch als Gesprächspartner auf Augenhöhe. Das gemeinsame Projekt machte auch nochmals bewusst, wie eng Sport und gesellschaftliche Themen miteinander verknüpft sind. Und nicht wenige Schülerinnen und Schüler ließen sich Schals, T-Shirts und Bälle mit Autogrammen versehen.