Politik- und Wirtschaftswettbewerbe
Von Heidelberg ins Städel: Stumdy im Bundesfinale – Drei Heidelberger Schülerinnen und Schüler präsentierten ihre Lern-App beim Deutschen Gründerpreis

Amelie Bindseil (Kurfürst-Friedrich-Gymnasium) sowie Lucas Schellhammer und Justus Bindseil (beide Elisabeth-von-Thadden-Schule) stellten ihre App Stumdy im Städel Museum in Frankfurt am Main einer Jury vor und gehörten damit zu den zehn besten von 845 teilnehmenden Teams mit bundesweit rund 3.650 Schülerinnen und Schülern. Der seit 1999 von den Sparkassen, dem ZDF, Porsche und der FAZ veranstaltete Wettbewerb umfasste von Januar bis Mai neun praxisnahe Aufgaben, darunter Marktanalyse, Zielgruppenbestimmung, Marketingstrategie, Finanzplanung und Management Summary.
Das Team arbeitet seit November 2024 an seiner Geschäftsidee und hatte im März 2025 bereits bei „Jugend gründet“ das Bundesfinale in Berlin erreicht. Stumdy verknüpft die Nutzung sozialer Netzwerke mit dem Lernen: Wer Instagram, TikTok oder ein anderes Netzwerk öffnen möchte, beantwortet zunächst eine festgelegte Anzahl an Vokabeln, etwa in Latein, Französisch oder Spanisch, und erhält danach für einen bestimmten Zeitraum Zugang, nach dessen Ablauf die App wieder ans Lernen erinnert. Sie soll im Herbst 2026 in den gängigen App-Stores erscheinen; geplant ist außerdem eine Familienversion, mit der Eltern die Nutzung sozialer Medien gemeinsam mit ihren Kindern gestalten können.
Wir gratulieren dem Team Stumdy herzlich zur erfolgreichen Teilnahme am Bundesfinale des Deutschen Gründerpreises für Schülerinnen und Schüler 2026 und wünschen weiterhin viel Erfolg auf dem Weg vom Schulprojekt zum Startup!
Lernen trifft Likes: Schülerteam entwickelt innovative Vokabel-App

Was passiert, wenn Vokabellernen und Social Media aufeinandertreffen? Aus dieser ungewöhnlichen Kombination entstand in den vergangenen Monaten unsere App Stumdy.
Wir – das sind Amelie Bindseil (Kurfürst-Friedrich-Gymnasium), Justus Bindseil und Lucas Schellhammer (beide Elisabeth-von-Thadden-Schule). Unsere Idee: Erst ein paar Vokabeln lernen, dann eine Social-Media-App wie Instagram oder TikTok nutzen dürfen – und nach einer kurzen Zeit wieder „rausgeworfen“ werden, um erneut eine Vokabel abgefragt zu bekommen. So wird konzentriertes Lernen Teil des digitalen Alltags.
Die Idee zur App entstand ganz spontan während einer gemeinsamen Autofahrt nach einer sonntäglichen Wanderung. Eigentlich hätten wir lernen sollen – stattdessen haben wir gescrollt. Daraus entwickelte sich die Vision für eine App, die Vokabelabfrage und Mediennutzung klug miteinander verbindet. In wöchentlichen Meetings – meist online, manchmal auch bei einem von uns zu Hause – wurden an einem Businessplan gefeilt, Zuständigkeiten verteilt und ein erster Prototyp programmiert.
Unterstützt wurden wir dabei unter anderem von Benjamin Krug, der uns zur Teilnahme am Wettbewerb „Jugend gründet“ ermutigte und uns im Rahmen der Wettbewerbs-AG am KFG als Wirtschaftslehrer begleitete.
Jede bzw. jeder von uns brachte sich auf eigene Weise ein – von Marktanalyse über Finanzen bis zur Technik. Vieles war dabei Learning by Doing. Mit unserem Konzept bewarben wir uns schließlich beim bundesweiten Wettbewerb „Jugend gründet“ – und wurden nach der Bewertung durch die Jury als eines von nur elf Teams aus über 1.000 Bewerbungen zum Pitch-Event nach Berlin eingeladen.
Zwei Tage lang waren wir dort zu Gast bei McKinsey & Company. Begleitet wurden wir von Steffen Schellhammer, Wirtschaftslehrer an der Elisabeth-von-Thadden-Schule, der uns auch während der „Businessplan-Phase“ mit wertvollen Tipps zur Seite stand. Neben einem kleinen Sightseeing-Programm wartete vor allem der große Moment: Innerhalb von drei Minuten präsentierten wir unsere App einer Fachjury und beantworteten im Anschluss ihre Fragen. Als mit Abstand jüngstes Team freuten wir uns umso mehr über das positive Feedback, das wir erhielten.
Auch wenn es beim Pitch nicht für einen Platz auf dem Treppchen reichte, blieb unsere Chance auf das Bundesfinale bestehen: Im Unternehmensplanspiel, das nun folgt, führen wir ein virtuelles Start-up.
Die Arbeit an der App geht selbstverständlich weiter. Ziel ist es, Stumdy bis Ende der Sommerferien marktreif zu machen. Ein professioneller Entwickler unterstützt uns inzwischen bei der Umsetzung. Unsere Erfahrung zeigt: Mit Kreativität, Teamgeist und einem klaren Ziel vor Augen können junge Menschen mehr bewegen, als man denkt – und dabei das Lernen für alle ein bisschen smarter machen.
Amelie Bindseil
Zweiter Platz bei „Start-up BW Young Talents“ im Landesignale 2020
Beim Landesfinale des Wettbewerbs "Start-up BW Young Talents" haben Arta Derakhshan, Güney Tekin, Rubin Mehralivano und Mathis Widulla, vier Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 1, den zweiten Landespreis, der mit 300 Euro dotiert ist, gewonnen.
Das vorgegebene Thema des Landesfinales lautete „Corona-Krise: Blick in die Arbeitswelt von morgen?“. Mathis, Rubin, Arta und Güney traten mit ihrer Idee an, eine „E-Class“ als Ergänzung und Erweiterung der bereits existierenden Lernplattformen einzurichten. Mit ihrer Geschäftsidee sollte die Schulbürokratie digitalisiert, Notentransparenz gefördert und die Schulverwaltungsprozesse mit Hilfe einer Cloud erleichtert werden. Herzlichen Glückwunsch zu diesem hervorragenden Ergebnis!
Mehr Informationen über den Wettbewerb und unsere Schülerinnen und Schüler sind auch in dem Artikel der Rhein-Neckar-Zeitung vom 24. Juli 2020 [PDF] zu finden. Das Landesfinale, das in diesem Jahr online stattfand und dem Arta, Güney, Rubin und Mathis ihre Idee vorgestellt haben, kann unter folgendem Link angesehen werden: Start-up BW Young Talents Online Landesfinale 2020.
